Zum Inhalt springen
Aktuelle Seite: Start
Analyse
Christina Binder und Fritz Kainz
Europarat und EU als Hüter von Demokratie und Rechtstaatlichkeit

Ein funktionierender demokratischer Rechtsstaat kann Bedrohungen mit eigenen Mitteln entgegentreten. Seine Selbstheilungsmechanismen stoßen aber dort an Grenzen, wo seine Institutionen gezielt und anhaltend angegriffen werden. Hier können Europarat und EU Positives leisten. Dabei müssen diese aber auf die Wahl ihrer Instrumente achten und sind auf die aktive Mitarbeit innerstaatlicher Akteure angewiesen, da sie sonst auch kontraproduktiv wirken können. Die im Folgenden vorgestellten Aspekte dieser Analyse basieren auf den Ergebnissen einer längeren Studie.

Analyse
Judith Kohlenberger

Wie sich Europa im globalen Flüchtlingsschutz positioniert und welche Wertigkeit es dem Asylrecht zumisst, wird entscheidend sein für seine Zukunft und seine Glaubwürdigkeit nach außen, vor allem aber für das Zusammenleben in seinem Inneren. An Europas Grenzen braucht es nicht mehr Gewalt, sondern mehr Demokratie, so dieser Kontinent und wir alle, die ihn Heimat nennen dürfen, eine demokratische Zukunft haben sollen.

Vortrag
Walter Suntinger

Ausgehend vom zentralen Begriff der gleichen Würde aller Menschen, stellen die Menschenrechte ein System fundamentaler Werte und Regeln dar, um ein Leben in Würde für alle zu gewährleisten. Allerdings werden menschenrechtliche Positionen im Zuge des Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen und ihrer Instrumentalisierung der Angst immer stärker zurückgedrängt. Welche Strategien braucht es, um diesen besorgniserregenden Entwicklungen entgegen zu wirken?

Analyse
Márta Pardavi
Herausforderungen für die Zivilgesellschaft und ihre Widerstandsfähigkeit

Die Regierung von Viktor Orbán hat die demokratischen Institutionen Ungarns systematisch abgebaut. Der autoritäre Wandel ist methodisch, überlegt und in Legalismus verschleiert. Heute bietet Ungarn wichtige Lehren für die europäischen Demokratien, einschließlich Österreichs.

Festrede
Oliver Scheiber
Festrede beim 1. Christian Broda-Symposium am 27. Mai 2025 in Wien

In seiner Festrede geht Oliver Schreiber auf drei zentrale Fragestellungen unserer Zeit ein: die möglichen Ursachen der weltweiten Demokratiekrise, die Wehrhaftigkeit der Demokratie, sowie die Herausforderungen, denen Österreich in der laufenden Regierungsperiode gegenübersteht.

 

Weltweit geraten Demokratien unter Druck. Das Wiener Forum setzt sich in einem inter­disziplinär aus­gerichteten Blog mit grund­legenden Fragen des Schutzes und der Förderung der Demokratie und der Menschen­rechte auseinander. In Spotlights, Analysen und wissenschaftlichen Beiträgen finden Sie fundierte Analysen zum Zeit­geschehen und Impulse zu rechtlichen, politischen und zivil­gesell­schaftlichen Wider­stands­formen. Das Projekt ist unserem Kollegen Hannes Tretter in memoriam gewidmet.