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Aktuelle Seite: Erosion einer Säule der Demokratie: Wissenschaftsfreiheit unter Druck

Dr. Ilyas Saliba ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erfurt am Lehrstuhl für Internationale Politik und Konfliktforschung. Er ist assoziiertes Mitglied am Zentrum für Grundrechte der Hertie School of Governance und am Global Public Policy Institute, wo er den „Academic Freedom Index“ mitentwickelt hat. Bis 2024 promovierte Saliba an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissen­schaftsfreiheit, schrumpfende Räume für zivilgesellschaftliche Organisationen, Menschenrechts­politik, Feldforschungssicherheit, sowie Autoritarismus und Demokratisierung mit regionalem Fokus auf den Nahen Osten und Nordafrika. Saliba hat nationale Regierungen und internationale Organisationen, darunter die UNESCO, zum Monitoring und dem Schutz der akademischen Freiheit beraten. Zu seinen Veröffentlichungen zum Thema akademische Freiheit zählen Artikel im „International Journal of Human Rights“ sowie im Routledge-Band „University Autonomy Decline“ (2023). Er ist gewähltes Mitglied in den Ausschüssen für Wissenschaftsfreiheit der DAVO und BRISMES und ist Gründungsvorstandsmitglied der „Alliance for Critical Scholarship in Solidarity“ (KriSol) sowie im lenkungskreis der Initiative Demokratische Wissenschaft.

 

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Matthias Schnetzer
10.09.2026

Demokratien leben davon, dass Bürger:innen darauf vertrauen können, dass die vereinbarten Regeln für alle gelten. Wenn jedoch der Eindruck entsteht, dass sich einzelne Vermögende diesen Regeln entziehen können, schwächt dies das Vertrauen in die demokratischen Institutionen. Die Frage der Vermögensverteilung kann daher nicht auf eine Neiddebatte reduziert werden. Sie betrifft die grundlegende demokratische Frage, wie stark wirtschaftliche Ressourcen die Verteilung politischer Macht beeinflussen dürfen.